Wir stellen vor: Lennard Schilling. Der systemische Berater und Inklusionspädagoge wird künftig öffentliche Einrichtungen, Unternehmen sowie Vereine zu queeren Lebensweisen schulen. Außerdem soll er in der LGBTIQ*-Fachstelle gegen Diskriminierung und Gewalt, Strong!, tätig werden.
Im Sub übernimmt Lennard vor allem die Aufgabe, Fortbildungen zu gestalten als Nachfolger von Peter Priller, der in die Beratung wechselt. Hier vermittelt er Fachwissen über die Lebensrealitäten von LGBTIQ* und trägt zur Sensibilität im Umgang mit queeren Menschen bei. Gleichzeitig arbeitet er in der Fachstelle Strong!, wo er Clearing-Gespräche in der Telefonsprechstunde führt und Ratsuchende begleitet.
Ein Neuanfang in München
Lennard ist erst vor Kurzem von Berlin nach München gezogen. Ihm war wichtig, sich an seinem neuen Wohnort aktiv in der queeren Community einzubringen, vor allem Aufklärungsarbeit zu leisten und pädagogisch tätig zu sein. Er hat Inklusionspädagogik in Potsdam studiert – das ist Grundschullehramt mit dem Schwerpunkt auf Diversität in der Schule. Er hat dann aber schnell gemerkt, dass er lieber in die soziale Arbeit möchte, als im Klassenzimmer zu stehen.
Neben dem Studium absolvierte Lennard eine Weiterbildung zum systemischen Berater in der Sozialen Arbeit. Die Verbindung aus pädagogischer Arbeit und systemischer Beratung prägt heute seinen beruflichen Ansatz. „In Fortbildungen kann ich meine pädagogischen Erfahrungen einbringen, in der Beratung meine systemische Haltung“, sagt er.

Aufgewachsen ist Lennard im ländlichen Nordosten Deutschlands, in einem Dorf in der Uckermark nahe Prenzlau. Dort erlebte er selbst, dass Offenheit und Akzeptanz nicht unbedingt selbstverständlich sind.
Die Erfahrungen prägen
“Ich weiß, wie es sich anfühlt, aufgrund der eigenen sexuellen Orientierung Unsicherheiten oder Diskriminierung zu erleben”. Diese Erfahrungen haben ihn dazu gebracht, sich für Sichtbarkeit, Akzeptanz und die seelische Gesundheit auch anderer queerer Menschen einzusetzen.
Gerade deshalb fühlt er sich im Sub am richtigen Ort: „Für mich bedeutet es, Menschen auf Augenhöhe zu begegnen, mit Empathie, Neugier und einer systemischen Haltung.“
Besonders beeindruckt ihn, dass das Sub so viele unterschiedliche Angebote für queere Menschen unter einem Dach vereint, von der Prävention über Gesundheitsberatung und psychosoziale Unterstützung bis hin zur Anti-Diskriminierungsarbeit bei Strong! Das Schwul-Queere Zentrum Münchens verstehe sich eben nicht nur als Beratungsstelle, sondern auch als Ort der Begegnung, Vernetzung und politischen Arbeit für queere Rechte.
Soziale Gerechtigkeit und Teilhabe
„Das Sub berücksichtigt vielfältige Lebensrealitäten queerer Menschen – besonders auch von BIPoC, Geflüchteten oder Menschen in prekären sozialen Situationen. Es geht hier immer auch um soziale Gerechtigkeit und Teilhabe. Das entspricht genau meinen Werten.“
Wir freuen uns sehr, dass Lennard ab sofort Teil unseres Teams ist. Und wünschen ihm einen guten Start in der Müllerstraße 14!



