IDAHOBIT 2026: Alle Bilder!

10. Mai 2026

Zum Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter*- und Trans*-Feindlichkeit am 17. Mai protestierten Münchens LGBTIQ* und Allies für gleiche Rechte und Akzeptanz. Hier findet Ihr alle Bilder

Der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter*- und Trans*-Feindlichkeit ist so etwas wie der kleine CSD – hochpolitisch, nur ohne Party. An diesem Tag hatte die Weltgesundheitsorganisation WHO im Jahr 1990 Homosexualität von der Liste der Krankheiten gestrichen, woran queere Menschen weltweit jedes Jahr mit eigenen Aktionen gedenken.

Am Sonntag, 17. Mai, luden der CSD München sowie der Sub e.V. als diesjährige inhaltlich Verantwortliche ab 15 Uhr zu Kundgebung und Protestmarsch. Unter dem Motto “The Power of Communitys“ traf sich die queere Szene mit ihren Freund*innen und allen, denen Akzeptanz und gleiche Rechte sowie eine offene Gesellschaft wichtig sind. Die Münchner Regenbogenstiftung unterstützte die Aktion. Hier findet Ihr alle Bilder

Zunahme von Hass und Gewalt

Das Engagement zum IDAHOBIT bleibt wichtig. Natürlich ist die Mehrheit der Menschen in Bayern, insbesondere München, queer-freundlich eingestellt, gleichzeitig steigen die Übergriffe. Die im Sub angesiedelte bayernweite LGBTIQ*-Fachstelle gegen Diskriminierung und Gewalt, Strong!, meldet in ihrem Jahresbericht einen Anstieg um 40 Prozent der Fall- und Beratungszahlen.

IDAHOBIT 2026 Foto Mark Kamin 77 1
IDAHOBIT 2026. Foto Mark Kamin

Demnach wurden im vergangenen Jahr 413 Vorfälle erfasst – das sind 124 mehr als im Vorjahr und insgesamt 254 mehr als noch vor zwei Jahren. Die Vorfälle reichen von Alltagsdiskriminierungen über Beleidigungen, Bedrohungen und Benachteiligung bis hin zu sexueller Belästigung und schwerer Körperverletzung.

Zahlen der Staatsregierung bestätigen den Trend. Im März 2025 meldete Bayern auf eine Anfrage der Fraktion Die Grünen / Bündnis 90 im Landtag für 2024 exakt 177 angezeigte Straftaten.

Strong!-Beraterin und Psychologin Leonie L. sagt: „Das gesellschaftliche Klima gegenüber queeren Menschen ist aller Fortschritte der vergangenen Jahrzehnte zum Trotz aggressiver geworden. LGBTIQ*-Themen lösen viel Empörung aus, dies schlägt oft in verbale Angriffe und mitunter in körperliche Gewalt um. Gerade im digitalen Raum scheint es wenig Hemmungen zu geben. Das trifft insbesondere trans*, inter* und nicht-binäre Menschen.“

Unsere Vielfalt. Unsere Stärke

Die Münchner Community ging deshalb erneut mit dem Motto „The Power of Communitys“ auf die Straße. Die Botschaft: Wir lassen uns nicht aufspalten! Treffen Hass und Hetze auch nur eine*n von uns, sind wir alle gemeint. Dieser Zusammenhalt gibt Kraft. „Unsere Gesellschaft ist eine bessere, gerechtere und stärkere, wenn wir Vielfalt leben und schützen“, sagt Dr. Kai Kundrath, Geschäftsführer des Sub. Nicht umsonst lautet auch das diesjährige CSD-Motto „Unsere Vielfalt. Unsere Stärke.“

Rainbow Refugees beim IDAHOBIT 2026. Foto Mark Kamin
Rainbow Refugees beim IDAHOBIT 2026. Foto Mark Kamin

IDAHOBIT 2026, 17. Mai, 15 Uhr, Sendlinger-Tor-Platz, München

mit Ansprachen unterschiedlicher Vertreter*innen der LGBTIQ*-Community, anschließend Demozug durch die Innenstadt bis zur Müllerstraße vors Sub (Ende gegen 16.30 Uhr)

Das waren die Redner*innen-Positionen: