Neue Ausstellung: Before Becoming

Erinnerst du dich daran, wie es sich anfühlte, in deinem Körper zu sein, bevor du wusstest, wer du bist? Silvi Kociu reflektiert über Identität, Empfinden und Verkörperung im Sub München. Die Ausstellung ist den ganzen Monat über zu sehen.

Was bedeutet es, einen Körper zu bewohnen – jenseits von Erinnerung, Sprache und Zuschreibungen? Die Ausstellung "Before Becoming" lädt dazu ein, den Körper als offenen Raum zu denken: als Ort von Erinnerung und Vergessen, von Wandel, Widerstand und Intuition.

Was formt, was diszipliniert uns?

"Before Becoming" fordert dazu auf, zu Archetypen des Seins zurückzukehren, zu Gefäßen, durch die menschliche Erfahrung eher gespürt als erklärt werden kann. Durch die Verkörperung archetypischer Formen kehrt die Arbeit in einen Zustand des Werdens zurück, in dem Identität intuitiv, instinktiv und vorsprachlich ist.

Die Ausstellung betrachtet den Körper zugleich als Träger von Erinnerung und als Ort des Vergessens – einen Raum, in dem Identität entsteht, sich Definitionen entzieht und sich fortwährend wandelt. "Before Becoming" lädt dazu ein, sich der Form hinzugeben, Raum einzunehmen als physisches Wesen und jene Kräfte zu hinterfragen, die uns formen und disziplinieren.

Grafik Before Becoming

Was bedeutet es, einen Körper zu bewohnen, dem der Kontext entzogen ist, eingebettet in eine unzeitliche Vergangenheit? Auf welche Archetypen können wir zurückblicken? Was ist Geschlecht, wenn es gefühlt statt zugewiesen wird? Wie fühlt sich Geschlecht in Haut, Knochen, Gesten oder in seiner Abwesenheit an?

Durch eine Konstellation aus Zeichnungen, Malerei und Live-Gesprächen lädt das Programm das Publikum dazu ein, über gelebte Erfahrungen von Weiblichkeit, Männlichkeit und nicht-binärer Existenz nachzudenken. Anstatt Definitionen zu liefern, verweilt das Programm in der Spannung zwischen Erinnerung, Kontext und Präsenz.

Erfahrungen von Weiblichkeit, Männlichkeit und nicht-binärer Existenz

Im Zentrum der Arbeiten steht das Werden von Identität als fluider, vorsprachlicher Prozess. Anstatt feste Definitionen von Geschlecht, Körper oder Begehren zu liefern, bewegt sich die Ausstellung bewusst in Spannungsfeldern: zwischen Sanftheit und Kraft, Präsenz und Abwesenheit, Schutz und Verletzlichkeit. Geschlecht erscheint hier nicht als festgelegte Kategorie, sondern als gelebte, gespürte Erfahrung – in Haut, Knochen, Gesten oder ihrem bewussten Entzug.

Durch Zeichnungen, Malerei und Live-Gespräche eröffnet "Before Becoming" einen Raum, der archetypische Formen des Seins erfahrbar macht. Besucher*innen sind eingeladen, über Erfahrungen von Weiblichkeit, Männlichkeit und nicht-binärer Existenz zu reflektieren und sich den Kräften zu stellen, die Körper formen, disziplinieren und zugleich befreien.

Es wird am 14. Februar eine Begleitveranstaltung zur Ausstellung geben. Details folgen.

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