Die Entwicklung gibt zu denken: Die Zahl dokumentierter Fälle queerfeindlicher Gewalt ist im Jahr 2025 weiter gestiegen.
Insgesamt wurden 413 Vorfälle dokumentiert; das entspricht einem Anstieg von rund 43 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (289 Fälle). Wichtig: Die Zahl spiegelt nur Ereignisse, die Betroffene bei Strong! gemeldet haben. Das Dunkelfeld an Übergriffen dürfte viel größer sein.
Queerfeindliche Gewalt ist kein Randphänomen
Die Statistik verdeutlicht trotzdem, dass queerfeindliche Gewalt kein Randphänomen ist, sondern sich durch alle Lebensbereiche zieht – vom öffentlichen Raum über das persönliche Umfeld bis hin zu digitalen Räumen. Die erfassten Meldungen reichen von Alltagsdiskriminierungen über Beleidigungen, Bedrohungen und Benachteiligung bis hin zu sexueller Belästigung und schwerer Körperverletzung.

Deutschlandweit belaufen sich die vorläufigen Zahlen queerfeindlicher Hasskriminalität für 2025 laut LSVD auf 2.048 Fälle. Seit 2010 haben sich die Straftaten im Bereich “Sexuelle Orientierung” und “Geschlechtsbezogene Diversität” laut BMI und BKA damit nahezu verzehnfacht.
Besonders trans*, inter* und nicht-binäre Menschen sind betroffen
Strong!-Beraterin und Psychologin Leonie L. sagt: “Das gesellschaftliche Klima gegenüber queeren Menschen ist aller Fortschritte der vergangenen Jahrzehnte zum Trotz aggressiver geworden. LGBTIQ*-Themen lösen viel Empörung aus, dies schlägt oft in verbale Angriffe und mitunter in körperliche Gewalt um. Gerade im digitalen Raum scheint es wenig Hemmungen zu geben. Das trifft insbesondere trans*, inter* und nicht-binäre Menschen.”
Deutlich wird: Stellen wie Strong! bracht es weiterhin dringend, um Betroffene zu unterstützen und zu begleiten, und um ein starkes Zeichen gegen Diskriminierung und Gewalt zu setzen. Die vollständige Fallstatistik findet ihr hier.




