Männer*Queer Akademie: Das neue Semester beginnt

10. September 2026

Das Sub bietet wieder Vorträge zur Lebenswelt queerer Menschen. Los geht’s im Oktober.

Die Männer* Akademie im Sub gibt es seit 2013. Das Schwul-Queere Zentrum Sub hatte sie einst gegründet, weil Männer* spezifische Anliegen haben, um die sie sich viel zu wenig kümmern, vor allem, wenn es um ihre Gesundheit geht.

Weil viele Fragen aber nicht nur Männer* betreffen, hat das Sub 2023 erstmals auch allgemeine queere Themen in das Programm aufgenommen: So entstand neben der Männer* die Queerakademie. Und heute sind die beiden Angebote zusammen die Männer*Queer Akademie.

Männer*Queer Akademie
Männer*Queer Akademie. Grafik: Frank Zuber

Schwule, Hetero- und trans* Männer, ja die ganze queere Community bekommen nun an sieben Abenden in der Müllerstraße 14 Impulse zu Themen, die sie beschäftigen. Dafür laden wir hochkarätige Referent*innen ins Sub ein.

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich. Die Männer*Queer Akademie wird gefördert von der Münchner Regenbogenstiftung: Wir sagen Danke! Das Semester läuft bis zum Frühjahr 2027.

Männer*Queer Akademie 2026/2027

13. Oktober 2026, 19.30 Uhr
STI Screening: Braucht es das wirklich alle drei Monate?
mit Prof. Christoph D. Spinner, Infektiologe, Leitung IZAR/Rechts der Isar

Ein Vortrag über sinnvolle Vorsorge, aktuelle Erkenntnisse und die Frage, wie oft STI-Tests wirklich nötig sind. Verständlich, praxisnah und mit Blick auf die Lebensrealität schwuler und bisexueller Männer.

10. November 2026, 19.30 Uhr
Lust auf Konsens? Queere Perspektiven auf die Aushandlung von Einvernehmlichkeit
mit Prof. Robin Bauer, Professor für Soziale Arbeit DHBW Stuttgart

Sexuelle Moral ist stetig im Wandel. Was vor Jahren noch als unmoralisch galt, wird heute anders bewertet. Wie verhält es sich dabei mit Konsens? Welche Vorstellungen haben wir in queeren Beziehungen davon? Welche Rolle spielt Männlichkeit dabei? Wir schauen uns dieses wichtige Feld gemeinsam an.

8. Dezember 2026, 19.30 Uhr
Queer Careers: Chancen und Risiken in einer heteronormativen Arbeitswelt
mit Dr. Stephan Pflaum, Soziologe und Karriereberater

Wie queerfeindlich ist die Arbeitswelt wirklich? Wo wirken heteronormative Erwartungen in Bewerbungen, Karrierewegen und Alltag? Wir reflektieren Handlungsspielräume queerer Beschäftigter und fragen unterschiedliche Perspektiven zum Thema ab. Für einen selbstbestimmten Umgang.

12. Januar 2027, 19.30 Uhr
Identität und Geschlecht: Trans* und Gesundheitsversorgung
mit Dr. Tobias Skuban-Eiseler, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie

Wir leben in einer geschlechtlich sehr binär verfassten Welt. Vor allem trans* Personen sind deshalb unterschiedlichsten Diskriminierungsformen ausgesetzt, weil Abweichungen von dieser Zuordnung (auch politisch) stark instrumentalisiert werden. Dieser Abend beleuchtet Geschlechtsidentität, Gesundheitssystem und Präventionsarbeit.

16. Februar 2027, 19.30 Uhr
Verliebt in die Maschine: Romantische und erotische Beziehungen zu Chatbots
mit Paula Ebner, Psychologin und Neurowissenschaftlerin

Chatbots werden zunehmend für Flirten, Rollenspiele und emotionale Nähe genutzt. Heute geht es um die Frage, was passiert, wenn Menschen romantische und sexuelle Fantasien auf künstliche Intelligenz projizieren.

9. März 2027, 19.30 Uhr
Gay Voice: Annäherung an ein umstrittenes Phänomen
mit Sabrina Sax und Team, Logopädie Links der Isar

Das Phänomen Gay Voice ist bereits ein großes Thema. Wie hört man sich „schwul“ an? Für einzelne Menschen kann es wegen (internalisierter) Homonegativität ein Problem und Leidensdruck sein. Im Vortrag beleuchten wir moralische Problemstellungen, aber auch die Frage, wie Stimme gebildet wird.

13. April 2027, 19.30 Uhr
Homosexualität: Ein historischer Überblick
mit Hannes Ulrich, Sexualwissenschaftler und -therapeut

Seit jeher gibt es Menschen, die Sex mit anderen Menschen des gleichen Geschlechts haben. Nur, was das bedeutet, ist stets im Wandel. Der Abend ist eine Reise durch die Geschichte der gleichgeschlechtlichen Sexualität: eine bio-psycho-soziale Perspektive.